Vorsteuerabzug bei Immobilien: Wohnen und Arbeiten in einem Haus

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Dieses besondere und neue Gestaltungsmodell erfreut sich seit kurzem immer größerer Beliebtheit: Arbeiten von Zuhause aus. Nicht wenige selbstständige Unternehmer oder Arbeitnehmer haben in ihrem eigenen Zuhause einen geschäftlichen Arbeitsplatz eingerichtet. Somit wird das Haus teilweise privat genutzt, auf der anderen Seite wird es aber auch an eine Firma weiter vermietet. Lesen Sie in diesem Beitrag, was es in diesem besonderen Fall mit dem Vorsteuerabzug bei Immobilien auf sich hat.

Der eigene Arbeitsplatz direkt im Eigenheim: Dies ist ein Traum, den sich mittlerweile vor allem viele selbstständige Unternehmer erfüllen können. Dabei vermieten Sie einen Teil des Hauses, meist ist es ein ausgebauter Keller oder Dachboden, an ihre Firma und nutzen den Rest des Hauses privat mit der Familie. Dieses Gestaltungsmodell hat steuerlich einige Vorteile. Wie die Regelungen beim Vorsteuerabzug bei dieser Immobilienart aussehen, erfahren Sie hier.

Wichtige Regelungen zum Vorsteuerabzug bei Immobilien

Selbstständige Unternehmer, die von ihrem eigenen Zuhause aus arbeiten und Räume an Arbeitnehmer vermieten, dürfen sich über dieses Urteil freuen. Denn der Europäische Gerichtshof hat nun dafür gesorgt, dass die eigenen vier Wände als Arbeitsort noch empfehlenswerter sind. Der EuGH hat nämlich die Frage geklärt, inwiefern Selbstständige den Vorsteuerabzug bei Immobilien, die privat und geschäftlich genutzt werden, geltend machen können.

Vorsteuerabzug bei Immobilien: Was ist das Betriebsvermögen?

Sie können die Vorsteuer bei Immobilien geltend machen, wenn Sie nachweisen, dass Ihre Immobilie zum Betriebsvermögen gehört. Das setzt voraus, dass Sie mindestens 10 Prozent der Wohnfläche als geschäftliches Terrain nutzen.

Vorsteuerabzug bei Immobilien optimieren

Achtung! Unter bestimmten Umständen können Sie den Vorsteuerabzug bei Immobilien nur begrenzt nutzen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie ein Gebäude ohne Umsatzsteuer vermieten, es aber für umsatzsteuerpflichtige Zwecke nutzt. Weiterhin ist die Frage zu klären, was geschieht, wenn der eine Teil der Immobilie zu Wohnzwecken, der andere aber zu umsatzsteuerpflichtigen Zwecken vermietet wird. Dann muss der Vorsteuerabzug bei Immobilien aufgeteilt werden.

Aufteilung Vorsteuerabzug bei Immobilien

Wie bereits oben schon genannt, kann der Vorsteuerabzug bei Immobilien nur dann stattfinden, wenn ein umsatzsteuerpflichtiger Umsatz gegeben ist. Oft kommt es aber vor, dass eine Immobilie aus Wohneinheiten besteht und gleichzeitig aber auch Räume an Unternehmen vermietet werden. Im letzteren Fall können Sie die Umsatzsteuer mit der Miete zusammen berechnen und erhalten demnach den Vorsteuerabzug bei Immobilien.

Bei dieser Gestaltungsmöglichkeit können Sie übrigens mehr rausholen, wenn Sie die richtige Strategie verfolgen. Sie könnten beispielsweise zusätzliche Rechnungen schreiben für Renovierungen, die am geschäftlichen Teil der Immobilie vorgenommen wurden. Versuchen Sie am besten die Strategie, nach der die Umsatzsteuer nach drei Konzepten entwickelt wird. Dabei spielen die Verhältnisse der Wohnfläche, Umsätze und Ertragswerte eine große Rolle. Übrigens: Akzeptiert das Finanzamt Ihr Modell nicht, können Sie immer in Berufung gehen. Das ist auch für so gut wie jeden Fall empfehlenswert.


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